Kreditkarten-Forensik

In der Dezember-Ausgabe (Vol. 50, Nr. 12) der Communications of the ACM untersucht Hal Berghel einige harmlos aussehende Magnetstreifenkarten. Sie kennen diese Karten als Parkschein, Geschenkgutschein aus dem Elektronikmarkt oder auch als Schlüssel zu einem Hotelzimmer. Berghel fand Kreditkartendaten auf ihnen.

Berghel beschreibt zunächst die Aufteilung des Magnetstreifens in drei Spuren und deren Datenformat. Dann umreißt er die Entwicklung einer "Anomalieerkennung" für die gespeicherten Daten, die er unter dem Namen CardSleuth vertreibt. Das Programm gibt Alarm, sobald die gespeicherten Daten nicht zum Erscheinungsbild der Karte passt, zum Beispiel wenn ein Hotelzimmerschlüssel die Daten einer Kreditkarte enthält.

Fragen Sie sich jetzt, warum jemand Kreditkartendaten auf einen Zimmerschlüssel kopiert? Auch das erklärt der Autor: Die örtlichen Gesetze (in diesem Fall des US-Bundesstaates Nevada) verbieten den Besitz von mehr als zwei Kreditkarten fremder Personen. Betrüger kopierten deshalb die Daten auf andersartige Karten. Bei einer Durchsuchung sollten sie so keinen Verdacht erwecken.

Der Artikel ist in der ACM Digital Library erhältlich (kostenpflichtiges Abonnement erforderlich). Kostenlos hingegen ist die Fassung des Autors auf dessen Website.

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