In einem früheren Beitrag habe ich auf einen Aufsatz von Hany Farid hingewiesen, der Quantisierungstabellen in JPEG-Dateien auswertet. Ich möchte dieses Verfahren gerne in meine Laborpraxis übernehmen und habe mich deshalb näher mit ihm beschäftigt.
Eine ausführliche Beschreibung des JPEG-Dateiformats enthält die Empfehlung CCITT/ITU T.81. Besonders hilfreich ist hier der Abschnitt B.2.4.1, der den Aufbau der Quantisierungstabelle beschreibt.
Für erste Untersuchungen verwende ich den 010 Editor mit dem JPEG-Template. Die Ausgabe dieses Templates ist sehr farbenfroh; ich habe deshalb die entsprechenden Funktion ("ChangeColor") deaktiviert.
Die Quantisierungstabelle ist in dem Subheader DQT enthalten. Das folgende Beispiel zeigt zwei Quantisierungstabellen innerhalb des DQT Blocks. Ein Bild kann jedoch auch mehrere DQT-Blöcke enthalten.

Jede Quantisierungstabelle besteht aus 64 Werten. In der folgenden Abbildung sind sie blau markiert:

JPEG-Dateien können in einem APP1-Block eine Vorschaugrafik enthalten. Diese enthält dann wiederum ihre eigenen Quantisierungstabellen.
